Linda Schwarz

Kursleiterin 2020: 11.8 Experimentelle Drucktechniken

S U M  S I  M I T   P O   =   O P  T I M  I S M U S

 

Linda Schwarz

Fasziniert von Buchstabenfolgen und Notentexten und der graphischen Dynamik, mit der diese als Träger von sprachlichen und musikalischen Bedeutungen erscheinen, macht Linda Schwarz Worte und Noten zu den Protagonisten ihrer druckgraphischen Kreationen, die sie neuerdings auch auf das Medium Leinwand, Holz und Aludibond ausdehnt. Der Fundus, aus dem sie schöpft, umfasst historische Archivalien ebenso wie Aktuelles aus der Tagespresse, längst verhallte und immer noch gesprochene Dichterworte bis hin zu Alltags-Weisheiten.

Mittels experimenteller Druckverfahren – ohne Säure und Lösungsmittel, der Anwendung von Folien‑, Transferlithographie teilweise kombiniert mit Collage und Imagetransfer, huldigt Linda Schwarz auf stets erlesenem Papier der Zeitlosigkeit einer zu bewahrenden Poesie. Sie spielt mit den Symbolen des modernen Menschen, stellt Bedeutungszeichen des Gestern neben die des Heute, um schließlich auf ästhetisch-visueller Ebene unverändert Gültiges aufscheinen zu lassen.

Mit ihren Unikatdrucken überwindet die Künstlerin dabei en passant die Grenzen der Druckgraphik als reiner Reproduktionstechnik. Häufig haben die Kunstwerke eine Doppelansicht. Details die am Tage in Farbe zu sehen sind, leuchten des Nachts durch fluoreszierende Pigmente.

„Echte Einlassung ist das Allertollste, oder?“

Linda Schwarz (geb. 1963) studierte in Stuttgart, an der HdK Berlin und als Stipendiatin des Evangelischen Studienwerkes an verschiedenen Hochschulen der USA freie Kunst, Bildhauerei und Musikwissenschaft. Ein Jahr arbeitete sie bei der renommierten Kunstdruckerei ULAE (New York), u.a. mit Robert Rauschenberg und Jasper Johns.

Linda Schwarz ist im Gründungsteam  der Sommerakademie Homburg.

Seit 1994 hatte sie Lehraufträge und Dozenturen an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland, u.a.:

HGB Leipzig, UdK-Berlin, Akademie der Künste Stuttgart, Universität Tübingen, University of Minnesota, St. Louis University,  MCAD – Minneapolis und wurde von zahlreichen Institutionen zu Vorträgen über ihre künstlerische Arbeit eingeladen.

2005 erhielt sie den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg.

Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands vertreten,u.a.:

Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart, Neuer Berliner Kunstverein, Staatliche Museen zu Berlin – Kupferstichkabinett, Museum Brandhorst – München, Daimler Benz Kunstbesitz, Deutsche Bank Berlin, Landesbank Rheinland-Pfalz, The Minneapolis Institute of Arts, Minneapolis, The New York Public Library, New York, Brooklyn Museum – New York, Milwaukee Art Museum, Milwaukee, Busch-Reisinger Museum Cambridge/ Harvard, Boston, Boston Museum of the Arts, Boston, Baltimore Museum of Fine Arts, Baltimore, Steinberg Museum – Washington University Museum, St. Louis, Faulcorner Gallery, Grinell, Hallmark Art Collection, Kansas City, Davis Museum and Cultural Center at Wellesley College, Massachusetts, Medical School – Standford University

schwarz@paperpress.de
www.lindaschwarz.de